Obey The Brave

We’re back stronger than ever” lautet die Ansage der kanadischen Metalcore Band Obey The Brave. Mit “Mad Season” präsentiert die Band nach “Salvation” und “Young Blood” ihr mittlerweile drittes Album, auf dem sie sich aus ihrer Komfortzone wagen, ohne sich zu weit von Altbekanntem zu entfernen. Ein Album, das Obey The Brave in Zeiten von Zweifeln sicherlich Halt liefern soll und wird.

“We’re back stronger than ever”

Das Ziel, dass sich Obey The Brave gesetzt haben, war klar: Sie wollten nicht das gleiche Album zum dritten Mal in Folge veröffentlichen. Die Band wollte aus ihrer Komfortzone treten, Neues ausprobieren. Das ist dem Quintett gelungen – durch Cleangesang von Fronter Alex Erian und einigen durchaus interessanten Features.

Das was die Band ausmacht, ist glücklicherweise geblieben: Eine kraftvolle Härte, starke Mitgröl-Parts und ein unermüdlicher Groove. Natürlich darf man sich standardgemäß auch wieder auf Songs auf französisch – der Muttersprache der Band – freuen. Die kanadische Rap-Gruppe Loud Lary Ajust verleiht beispielsweise dem Track “RIP” den letzten Schliff. Definitiv ein Highlight auf der Platte. Für “Drama” gibt es Unterstützung von Steve Marios von der Deathcore Band Despised Icon – der anderen Band von Fronter Alex Erian.

Ein ganzen Jahr arbeitete Erian an seinen Gesangskünsten und das zahlt sich aus. Auch wenn die vertrauten, markanten Shouts die Überhand behalten, entsteht durch den dosierten, aber präsenten Cleangesang eine perfekte Symbiose aus düsteren und weichen Elementen.

Zweifel vs. Passion

Auf “Mad Season” setzen sich Obey The Brave lyrisch mit immer wieder aufkommenden Zweifeln auseinander. “Wieso bin ich hier? Wieso mache ich das überhaupt?“. Es wirkt beinahe, als müsse sich die Band besonders in härteren Zeiten immer wieder selbst daran erinnern. Kein Wunder: Ein nive-to-five Job gibt mehr Sicherheit und Planungsspielraum. “Is this a treat or is it a nightmare?“, singt Erian im Opener “On Thin Ice”. Eine Gedächtnisstütze, warum man das Ganze überhaupt macht, gibt es im Titeltrack der Platte: “We all want it, it’s our passion. We’re all lost in the right direction.

Ein scheinbar unermüdlicher Kampf gegen sich selbst und die Gesetze der Gesellschaft. Denn wer Obey The Brave die letzten Jahre verfolgt hat, der weiß, dass das Thema “Stärke beweisen” und “stark sein” immer präsent war und ist. Nicht umsonst tauchen Obey The Brave immer wieder in Verbindung mit dem Satz “Stronger every day” in Erscheinung.

Leidenschaft ist das, was leiden schafft

“Leidenschaft ist das, was leiden schafft” heißt ein Sprichwort. Diese Leidenschaft ist aber auch definitiv das, was einen antreibt und das Leben lebenswert macht. Dazu gehören sicherlich auch harte Zeiten, Durchhaltevermögen und eben die gewisse Stärke, sich nicht von seinem Weg abbringen zu lassen.

Obey The Brave arbeiten hart dafür, ihren Weg stetig zu verfolgen. Sie haben es geschafft, sich in der schier unendlichen Flut aus Metalcore Bands zu positionieren, herauszustechen und vor allem zu bestehen. Die Band bleibt ihrem Stil weitestgehend treu und tritt dennoch nicht auf der Stelle. Obey The Brave schaffen den Spagat zwischen dem Sound, den ihre Fans lieben und neuen Elementen, die definitiv eine Bereicherung für ihren Sound sind.

von Hanna

Video: Obey The Brave – Drama

Gewinnt Tickets für Beartooth in Hannover

Am 31. Mai spielt die US-Metalcore Band Beartooth gemeinsam mit Sylar und Ocean Grove im Capitol in Hannover – präsentiert vom Count Your Bruises Magazine. Dies ist die einzige Clubshow der Band in Deutschland. Wir verlosen 5×2 Tickets für die Show.

Wenn Ihr Karten für die Show gewinnen wollt, schreibt einfach bis zum 26. Mai 2017 um 12.00 Uhr eine E-Mail mit Eurem vollen Namen an beartooth@count-your-bruises.de und schon landet Ihr im Lostopf. Die Gewinner benachrichtigen wir per E-Mail.

Wer nicht auf sein Losglück vertraut, hat weiterhin die Möglichkeit, sich Tickets für die Show von Beartooth in Hannover zu kaufen. Sichert Euch Euer Ticket hier: TICKETS

Video: Beartooth – In Between

TEILNAHMEBEDINGUNGEN

  • Wir verlosen 5×2 Tickets für die Show von Beartooth am 31. Mai 2017 im Capitol Hannover
  • Die Verlosung endet am 26.05.2017 um 12.00 Uhr.
  • Die Ticketvergabe erfolgt in Form von Gästelistenplätzen.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Pro Teilnehmer wird nur ein Preis vergeben. Mehrfachgewinne sind nicht möglich.
  • Der Gewinn ist weder austausch- noch übertragbar. Die Barauszahlung ist ausgeschlossen.
  • Die Gewinner werden per Losverfahren aus allen Kommentaren zu diesem Artikel ermittelt.
  • Die Gewinner werden per E-Mail am 26.05.2017 informiert.
  • Durch die Teilnahme an der Verlosung akzeptiert der Teilnehmer diese Teilnahmebedingungen.

Count Your Bruises Magazine präsentiert

Guttermouth präsentieren neuen Song

Die Punkrock Veteranen Guttermouth präsentieren den Song “A Boy and His Love Gun” ihrer kommenden Doppel LP “The Whole Enchilada”.

Die 1988 in Huntington Beach gegründete Band beschreiben den Song folgend:
“We like Paul Stanley and other great men of rock. View the proverbial “Love Gun” and its many uses, some mythical and others metaphysical. In the case of the Guttermouth song “A Boy And His Love Gun” said L.G. or Love Gun works on multiple levels. Like the great footballer Pelé, he played offense and defense – a sporting synonym for the main character in our new single. Thank you and goodnight.”

The Whole Enchilada” erscheint am 23. Juni via Rude Records und Bird Attack Records.

Video: Guttermouth – “A Boy and His Love Gun”

Code Orange mit neuem Video

Code Orange veröffentlichen mit “Bleeding The Blur” ein weiteres Musikvideo ihres aktuellen Albums “Forever”. Dieses erschien im Januar 2017 via Roadrunner Records.

Pünktlich zu Rock im Park und Rock am Ring kehrt die Band aus Pittsburgh Anfang Juni für einige Shows nach Deutschland.

Code Orange selbst sagen zu ihrem aktuellen Album “Forever” folgendes:

“Das letzte Album war: “Wir müssen unsere Füße an den Tisch bekommen”. Jetzt haben wir sie dort und wir werden das verdammte Teil zum Überschlagen bringen. Vielen Bands geht es um Spaß, besonders im Hardcore. In unserer Band geht es nicht um Spaß. Es macht nie Spaß, aber es ist belohnend.”

Video: Code Orange – “Bleeding The Blur”

Tourdates:

03.06 Nürnberg, Rock im Park
04.06 Nürburgring, Rock am Ring
13.06 Berlin, Wulheide (Support für System Of A Down)
14.06 Hamburg, Barclaycard Arena (Support für System Of A Down)

Joey Cape auf Solo Tour durch Deutschland

Joey Cape geht auf Solo-Tour. Der musikalische Tausendsassa schnappt sich im September seine Akustikgitarre und kehrt auf die hiesigen Bühnen zurück. Cape ist das Gesicht verschiedenster Projekte, die die Punkwelt prägten. Ob als Frontmann der Melodycore-Legende Lagwagon oder Bad Astronaut, als Party-Sidekick bei den Punkrock-Allstars rund um Me First And The Gimme Gimmes oder eben als Solokünstler mit Akustikgitarre, der – so wie ein Großteil der Punk-Community – noch immer den Verlust seines langjährigen Freundes Tony Sly aufarbeitet.

Nachdem Joey Cape auf der Tour im letzten Jahr die One Week Records Künstler Yotam Ben Horin, Walt Hamburger und Laura Marton im Gepäck hatte, reist er dieses Jahr mit Brian Wahlstrom, Zach Quinn und Donald Spence durch Europa.

“Ich liebe es, diese Touren zu machen”

Mit Wahlstrom spielte Cape bereits beim Folk-Punk-Quartett Scorpios. Wahlstrom veröffentlichte außerdem eine der ersten Sessions auf One Week Records. Zach Quinn ist Sänger der Senkrechtstarter Pears, die mit “Green Star” letztes Jahr eines der kuriosesten Punk-Platten 2016 veröffentlichten. Gleichzeitig fand er Unterschlupf bei Cape für eine One Week Session. Mit Donald Spence tritt darüber hinaus der Sänger der Punk- und Posthardcore-Formation Versus The World auf, dessen One Week-Beitrag im Juli erscheinen wird.

„Die One Week Records-Touren sind ein guter Vorwand, mit einigen meiner Lieblingsmenschen gemeinsam in den Urlaub zu fahren. Diese Shows sind im Grunde ein einziges langes Set, in dem jeder sein eigenes individuelles vorstellen darf – eigentlich also eher eine große Party als ein reguläres Konzert. Brian hat auf jedem One-Week-Album Klavier gespielt und ich habe immer Gitarre, Bass, Percussion und Gesänge beigesteuert, daher spielen wir automatisch auch bei den Sets der anderen Künstler mit. Ich liebe es, diese Touren zu machen und dabei sowohl meine eigenen Songs zu spielen als eben auch mit anderen großartigen Songwritern auf der Bühne zu stehen. Das wird klasse“, erklärt Joey Cape.

Tickets für die Shows bekommt Ihr hier: TICKETS

Joey Caoe One Week 2017

Tourdates – One Week Records Tour

12.09. Münster, Pension Schmidt
13.09. Köln, Underground
14.09. Wiesbaden, Schlachthof
15.09. Bremen, Tower
16.09. Berlin, Cassiopeia
17.09. Braunschweig, B58
19.09. Zittau, Emil
25.09. Lindau, Vaudeville
28.09. München, Hansa 39

In Hearts Wake

Byron Bay ist für eine ganze Reihe guter Bands bekannt, darunter auch die Jungs von In Hearts Wake, die nun ihr mittlerweile viertes Album “Ark” veröffentlichen. Wer sich mit dem Quintett aus Australien schon ein wenig beschäftigt hat, wird bereits nach dem ersten Blick aufs Cover erraten können, um welches Thema es diesmal geht. Der Albumname ist auf dem Cover mit einem Wellen verzierten Kreis umrandet, also kann es ja nur um das Thema Wasser und Ozeane im ökologischen Sinne handeln. Der Weg, den die Band bereits mit den Alben “Earthwalker” und “Skydancer” eingeschlagen haben, wird mit “Ark” konsequent weiter verfolgt.

„Who’s steering the Ship?“

Und tatsächlich hört man direkt im Intro-Track, welcher ebenfalls den Titel “Ark” trägt, leichtes Meeresrauschen und Möwengeschrei. Bis diese Szenerie in ein kurzes und melodiöses Instrumental-Intro übergeht, welches den eigentlichen Opener “Passage” einläutet. Dieser legt auch gleich los wie die Feuerwehr. Aggressive Shouts von Frontmann Jake Taylor, harte Riffs und stampfende Beats lassen direkt die Nackenmuskulatur wackeln. Im Refrain fragt Sänger und Basser Kyle Erich „Who‘s steering the ship?“ und wenn man sich die aktuelle Weltsituation anschaut, ist diese Frage mehr als berechtigt.

Die Band sagt selbst zu dem Album, dass dies eine Ode an unseren Planeten ist. „Wasser verbindet uns alle und wenn irgendwo auf der Welt etwas aus dem Gleichgewicht gerät, kriegen wir alle diese Auswirkungen zu spüren“, so die Band in ihrem Statement weiter. Dieses Album fungiert somit als Weckruf und zugleich als Aufruf, dass es so nicht weiter gehen kann und wir nur durch einen respektvollen Umgang mit der Erde und Wasser im speziellen auch in Zukunft ein Zuhause haben werden, in dem wir leben können. Ansonsten wird dieses Schiff, wie in “Passenger” sehr bildlich beschrieben, dem Untergang geweiht sein.

Dass dies auch uns alle angeht, ist sehr schön auf dem Cover des Albums umgesetzt: Rund um das eigentliche Coversymbol ist das Wort Ark in zwölf verschiedenen Sprachen geschrieben. Die Jungs gehen im Übrigen auch mit gutem Beispiel voran und haben zusammen mit australischen Umweltorganisationen an Aufräumaktionen der verschmutzten Ost-Küsten teilgenommen und werden dies auch in Zukunft tun. Es handelt sich bei “Ark” also nicht nur um hohle Phrasen, sondern um eine Message, die gelebt wird. In der Hoffnung, dass sich noch mehr Leute hierfür gewinnen lassen können.

„Ein musikalischer Leviathan“

Wie ein Leviathan walzt das Album auch nach dem Opener “Passage” alles nieder. Vor allem die Songs “Nomad”, “Warcry” und “Flow” sprühen nur so vor Energie. Lediglich die getragenen Refrains lassen den Hörer kurz verschnaufen, bevor es wieder in die Vollen geht. Sicherlich ist dieses Song-Prinzip nicht mehr ganz taufrisch und hat auch schon so einige Abnutzungserscheinungen. Jedoch setzen In Hearts Wake dies um Einiges gekonnter um als ihre Genre-Kollegen. Deswegen fällt dies auch gar nicht so arg ins Gewicht. Die Jungs aus Byron Bay können außerdem auch anders. Mit “Arrow” wird eine schöne und melancholische Ballade präsentiert, welche die Stärken von Sänger Kyle sehr gut umsetzt. Ein echtes Juwel auf dem Album.

Mit Ark haben die Jungs von In Hearts Wake ein starkes Album geschaffen, welches mit seiner Message genau zur richtigen Zeit kommt. Man kann nur hoffen, dass dieses Album In Hearts Wake noch mehr Tore öffnet. Und dadurch letztlich noch mehr Leute mit ihrem Enthusiasmus für eine bessere Welt anstecken können.

von Sash

Teenage Bottlerocket mit erstem Song aus neuem Album

Die US-Punkrock Band Teenage Bottlerocket hat für den 14. Juli ihr neues Album “Stealing The Covers” angekündigt, auf dem sie – wie der Name schon verrät – Songs anderer Bands covern. Mit “RoboCop Is a Halfbreed Sellout” präsentiert die Band einen ersten Song aus dem kommenden Werk.

Auf dem Album covern Teenage Bottlerocket allerdings keine Musikgrößen, sondern zollen kleineren Bands Tribut. So stammt “RoboCop Is a Halfbreed Sellout” im Original von der Band Sprocket Nova, die wie die Band in Laramie, Wyoming beheimatet ist.

Teenage Bottlerocket – RoboCop Is a Halfbreed Sellout

Rise Against mit weiterem Vorabsong

Keine drei Wochen dauert es bis Rise Against ihr Album “Wolves” veröffentlichen. Mit “House On Fire” präsentiert die Band aus Chicago nach “The Violence” nun ihre zweite Vorabsingle. “Wolves” erscheint am 9. Juni via Virgin Records. Mit „Wolves“ präsentiert die Band aus Chicago ihr mittlerweile achtes Studioalbum. Das letzte Werk „The Black Market“ kam 2014 auf den Markt. Mit dem Album konnten sich Rise Against auf Platz 1 der offiziellen deutschen Albumcharts platzieren. Neben den beiden Vorabsongs veröffentlichten Rise Against ein Musikvideo zu “The Violence” und zwei Teaser zu den Bonustracks “Broadcast[Signal]Frequency” und “Megaphone“.

Es geht darum, einen Raum zu erschaffen, wo es für Ungerechtigkeit gefährlich wird.

Leadsänger Tim Mcllrath erklärt: “Auf viele Weisen sind Rise Against-Konzerte ein sicherer Ort für unsere Fans. Aber ich habe erkannt, dass ich nicht nur sichere Räume schaffen will, ich will auch gefährliche, wo aber Frauenhass und Ausländerfeindlichkeit nicht existieren können. Ich will Räume schaffen, wo solche Meinungen keine Luft zum Überleben haben, wo diese Art von Ideen erstickt wird. Bei ‘Wolves’ geht es nicht darum, sichere Orte zu erschaffen, es geht darum, einen Raum zu erschaffen, wo es für Ungerechtigkeit gefährlich wird.”

Am 29. Mai spielt die Band ein exklusiven Clubkonzert im SO 36 in Berlin. Dieses ist bereits ausverkauft.

Video: Rise Against – House on Fire

Tourdates

29.05. Berlin, SO 36
11.08. Rothenburg ob der Tauber, Taubertal Festival
12.08. Püttlingen-Köllerbach, Rocco Del Schlacko Festival
13.08. Eschwege, Open Flair Festival

Of Mice & Men mit weiterem Überraschungssong

Vor wenigen Wochen präsentierte die Metalcore Band Of Mice & Men ihre neue Single “Unbreakable” – der erste Song, seit Ex-Frontmann Austin Carlile die Band aufgrund von gesundheitlichen Problemen verlassen hat. Nun präsentiert die Band mit “Back To Me” einen weiteren neuen Song.

Grund für die unerwartete Veröffentlichung ist laut Pressemitteilung die große Resonanz auf das “Unbreakable” Video. Dies wurde bereits über 1.7 Millionen Mal aufgerufen.

Im Sommer kommen Of Mice & Men für einige Festivalshows nach Deutschland.

Video: Of Mice & Men – Back To Me

Festivalshows

22.06. Graefenheinichen, With Full Force
23.06. Neuhausen Ok Eck, Southside Festival
25.06. Scheessel, Hurricane Festival
01.07. Münster, Vainstream Festival

B58 Fest in Braunschweig

Eröffnet wird das B58 Fest von der Osnabrücker Punkrock Band Beardless. Der Saal im Obergeschoss ist bereits sehr gut gefüllt und die Leute zum Tanzen aufgelegt. Beardless präsentieren unter anderem einen neuen Song vom kommenden Album, das im Herbst auf den Markt kommen soll. “Wenn alle tanzen, schmeißen wir den letzten Song und spielen Britney Spears!”, feuert Frontmann Chris die Menge an. Ganz hat es am Ende für Britney nicht gereicht, aber das ist auch gut so – denn als letzter Song steht ”Ironic” auf der Setlist. Da kann Britney einpacken.

Besucher- und künstlerfreundlich durch gute Organisation

Zwölf Bands an einem Tag unterzukriegen, ist sicherlich kein leichtes Unterfangen. Dabei wurde dies ganz einfach und vor allem sehr besucher- und künstlerfreundlich gelöst: Die vollverstärkten Bands spielen in der ersten Etage, unten in einem kleineren Raum in gemütlicher Atmosphäre die Singer/Songwriter. Zeitlich wird alles genau abgepasst, sodass zum einen die Besucher bequem die Möglichkeit haben, jede Band sehen zu können und die Künstler zum anderen nicht im leeren Raum stehen. Als es zu leichten zeitlichen Verzögerungen kommt, wird auch dies berücksichtigt und nicht etwa auf biegen und brechen versucht, den Zeitplan einzuhalten. Hier stehen die Musik, die Künstler und die Besucher im Mittelpunkt.

So finden sich bei Akustikkünstlern wie dem Braunschweiger Akustik Punker Cosmo Thunder, Paul der Hildesheimer Band Polaroit und der Künstlerin Rascal(ette) – die durch eine rauchige Stimme besticht – zahlreiche Besucher vor der Bühne ein. Auf der oberen Ebene lösen Rivershores Beardless ab, beim Punkrock bleibt es trotzdem. “Schön, dass so viele Leute da sind”, freut sich die Band. “Ist ja auch ein tolles Festival!”.

“Ich finde Euch ganz gut!”

In etwas andere musikalische Gefilde driften die Besucher mit der Emo/Post Hardcore Band Lirr. ab. Diese haben ihre aktuelle EP “Ritual” im Gepäck. “Hat jemand eine E-Gitarre für uns?” Die Besucher gucken etwas ratlos, allerdings handelt es sich nicht um einen Scherz: Es gibt technische Probleme, aber eine Ersatzgitarre ist bei zwölf Bands natürlich schnell gefunden. Auch bei den Nachfolgern Newmoon aus Belgien bleibt die Halle gut gefüllt. Zwar schnappen viele Besucher zwischendurch immer mal wieder frische Luft im Innenhof, aber jede Band darf sich über reichlich Zuspruch freuen.

No King. No Crown. bietet ebenfalls etwas Zeit, gemütlich ein Kaltgetränk und gleichzeitig feinste Pop Musik zu genießen. Sänger René gründete das Projekte während seiner Zeit in Neuseeland. Vorher spielte er in Hardcore und Punk Bands. Zusätzlich wird er von weiteren Musikern unterstützt. “Danke für’s ‘in die Hände klatschen’”, bedankt er sich zwischen den Songs bei den zahlreichen Zuschauern. “Ich finde Euch ganz gut!”, wird ihm entgegnet.

“Enjoy the spirits!”

Gekräftigt geht es in der oberen Etage mit der Hardcore/Grunge Band Swain weiter. Hier kann man wahrlich alle Kräfte gebrauchen, um ansatzweise mit der Energie von Frontmann Noam mithalten zu können. “You pay money, enjoy the spirits!”, lockt er die Besucher zu Beginn näher zu kommen. Als die Musik startet wirbelt er über die Bühne, tanzt ausgelassen, streicht sich immer wieder das lange, lockige, braune Haar aus dem Gesicht und grinst breit. In der ersten Reihe sichtet man Mitglieder von Newmoon, die augenscheinlich große Fans sind und Swain mit reichlich Getränken versorgt.

Als Hauptact der Akustikbühne steht heute Abend der Singer/Songwriter North Alone auf dem Plan. Der Osnabrücker hat sich definitiv schon weit über die Grenzen Osnabrücks einen Namen erspielt, nicht zuletzt durch seine auffallend markante und rauchige Stimme, die an Genrekollegen wie Chuck Ragan erinnert. Ist er mit Band unterwegs, sind die Jungs von Beardless mit dabei. Heute bestreitet er das Set mit Geiger So-Kumneth Sim.

Küsse und Stagedives

Oben stehen die Zeichen derweil auf Endspurt und hier heißt es: Noch mal alles geben und den Laden sprichwörtlich abzufackeln. Kein Problem, schließlich stehen die Berliner Punkrocker Smile And Burn in den Startlöchern. “Wir wollen es heiß und feucht”, kündigt Frontmann Philipp zu Beginn der Show an. Das hat er definitiv gekriegt, hier ist der Bandname Programm. Sowohl auf als auch vor der Bühne herrscht eine ausgelassene, energiegeladene Stimmung. Circle Pits starten und Crowdsurfer zu Song wie “Not Happy” und “Bye Bye Perfect” gesichtet.

“Heute gilt die Regel: Jeder Stagediver stellt sich hier vor!”, stellt Sören klar. Cosmo (Thunder) und ein gewisser Marc(/k)us stehen parat, um sich in die Menge zu werfen. Als “küsst Euch!”-Rufe laut werden, wird nicht lange gefackelt. Auch eine Zugabe wird gefordert und dieser Bitte kommen Smile And Burn nach. “Tanzt mit uns, Ihr Pisser!”, ruft Philipp in die Menge und ein letztes Mal wird gemeinsam getanzt und geklatscht. Dann verlässt die Band die Bühne, um Platz für den heutigen Headliner Montreal zu machen.

“Ein schöner Abend mit unfassbar vielen Bands”

“Max Power, Max Power, I wish Max Power rules the world!”, erklingt es bereits in der Umbaupause aus dem Publikum. Es ist kein Geheimnis, dass Montreal ihren Schlagzeuger glorifizieren und ihm sogar einen ganz eigenen Song gewidmet haben. Die gute Stimmung knüpft bei der Show von Montreal nahtlos an, als die Band mit dem Song “Zucker für die Affen” startet. Circle Pits sind weiterhin an der Tagesordnung, während sich die Bierflaschen hoch in die Luft strecken, sich Besucher ihrer Shirts entledigen und oberkörperfrei zu Songs wie “Ubahnlinie 2″ stagediven.

Erstmals spielen Montreal auch einen brandneuen Song vom kommenden Album “Schackilacki”. “Niedersachsen können keine schlechten Menschen sein!”, ist sich die Band sicher und der neue Song ist wohl die Belohnung dafür.

“Ein schöner Abend mit unfassbar vielen Bands”, wird der heutige Tag zusammengefasst und dem ist wohl kaum etwas hinzuzufügen. In einer entspannten Atmosphäre durften sich die Besucher über kleinere und größere Acts freuen und haben sicherlich die ein oder andere Band heute für sich neu entdeckt.

B58 Fest

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Count Your Bruises Magazine präsentiert